HiHo
Hier kann über den "Keyless Entry" diskutiert werden.
Falls schon sowas vorhanden ist, möge der Zorn der Admins mich treffen und diesen Thred für ewig in die digitalen Jagdgründe verschwinden lassen :hihi:
Mal vorweg die zusammengefasste Erleuterung von Kessy:
"Keyless Entry" funktioniert normalerweise so: Das Fahrzeug sendet ein schwaches Signal mit einer Reichweite von wenigen Metern, das der Schlüsselanhänger empfängt. Dieser sendet, falls es sich um das korrekte Fahrzeug handelt, dann ein Kommando aus, dass das Fahrzeug öffnet und die Zündung erlaubt.
Soweit so gut,
Einigen Forschern der Schweizer ETH gelang es nun mit einem Antennenpaar, das Signal des Autos zum Schlüsselanhänger weiterzuleiten, auch wenn sich dieser deutlich weiter vom Fahrzeug entfernt befand als nur die üblichen maximal acht Meter. Dies erlaubte ein "Fernöffnen" auf eine Distanz von bis zu 100 Meter – soweit reicht das Signal des Schlüsselanhängers zum Fahrzeug zurück. Eine Antenne muss dabei sehr nah am Fahrzeug angebracht sein. Die andere befindet sich maximal acht Meter um den Schlüsselanhänger herum.
Zwei mögliche Angriffsszenarien werden in der Studie aufbereitet. In der ersten Variante wurde ein Kabel genutzt, das vom Fahrzeug bis in die Nähe des Schlüsselanhängers gezogen wurde – eher wenig praktikabel. Angriffsversion Nummer zwei erfolgt drahtlos und für den Autodieb wesentlich bequemer. Die Materialien, die dafür gebraucht werden, liegen laut Francillon bei 100 bis 1000 Dollar, je nach den verwendeten Komponenten. Die drahtgebundene Variante kostet sogar nur 50 Mücken.
Der Diebstahl – beispielsweise in einem Einkaufszentrum – sähe dann ungefähr so aus:
Der Gauner, der mit einer Antenne ausgestattet ist, sucht sich auf einem Parkplatz das gewünschte Fahrzeug aus, das sein Besitzer gerade verlässt. Ein Komplize, der Antenne Nummer zwei bei sich trägt, verfolgt den Besitzer in einen nahe gelegenen Laden. Nun müssen beide nur noch die drahtlose Signalweitergabe synchronisieren – fertig. Da der Schlüsselanhänger wie bereits erwähnt auch noch in acht Meter Entfernung auf das weitergeleitete "schwache" Signal reagiert, fällt die Aktion dem Opfer nicht weiter auf.
Doch es geht noch leichter und unauffälliger:
Falls der Autobesitzer im Restaurant sitzt und sich der Schlüssel auf dem Tisch eines Fensterplatzes befindet, beispielsweise. Wohnt das Opfer nahe an der Straße und bewahrt seinen Schlüssel funktechnisch "passend" auf, ließe sich sogar das vor dem Haus geparkte Auto flott entführen.
:sshithappens:
Zwar gibt es bei "Keyless Entry" eingebaute Sicherheitsmaßnahmen. So startet ein Auto nicht, wenn das Signal des Schlüssels nicht schnell genug eintrifft. Deshalb entwickelten die Forscher eine Methode, die Kommunikation zwischen ihren Antennen zu beschleunigen. Die meisten Relay-Angriffe bedingen, dass analoge Signale in digitale und anschließend wieder in analoge umgewandelt werden, was etwas Zeit braucht. Die Forscher beließen die Signale deshalb einfach im Analogformat, was die Verzögerung von Mikrosekunden zu Nanosekunden reduziert. So lässt sich der Angriff schwerer vermeiden.
Ein Problem ist, dass solche High-Tech-Angriffe normalerweise keine Spuren hinterlassen. Für das Opfer wird es dann sehr schwer, gegenüber Polizei und Versicherung zu argumentieren. :wacko: :smod:
Den orginalen Text findet man Hier
Was ist eure Meinung dazu, ist der Kompfort eines Kessy die mangelnde sicherheit wert, auch wenn zugegeben die Warscheinlichkeit das der Wagen geklaut wird eher gering ist?
Gruss